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Der RKK am 13. Juli 2013 vor dem Konzert in der Kirche St. Martin in Düdelingen / Luxemburg. Foto: Karin Moschinski / Kurt J. Meyer

Der Rheinische Kammerchor Köln (RKK), Mitglied im Verband deutscher Konzert-Chöre (VdKC) und im Netzwerk Kölner Chöre, ist seit einem halben Jahrhundert ein renommierter Bestandteil des Kölner Musiklebens. Gegründet wurde er im Jahr 1962 vom Kölner Musikhochschulprofessor und Komponisten Hermann Schroeder, der den Chor bis ins Jahr 1969 leitete; Schroeders Nachfolger war für die nächsten 26 Jahre der Kölner Studiendirektor und Komponist Ferdinand Henkemeyer.

Seit 1995 ist Wolfgang Siegenbrink der künstlerische Leiter des Rheinischen Kammerchores. Er hat sein Kantoren- und Kapellmeister-Examen an der Musikhochschule in Köln abgelegt. Er war Meisterschüler bei Prof. Helmuth Rilling und bei Prof. Christoph Biller, Stipendiat der Internationalen Bach-Akademie in Stuttgart, bei den Bayreuther Festspielen und bei Prof. Leopold Hager am Musikkonservatorium in Wien.

Der RKK fühlt sich der klassischen Chormusik des 18. und 19. Jahrhunderts verpflichtet, behält aber auch die ernste moderne Musik im Auge. Er hat zur Zeit rund 70 Mitglieder, und es gelingt ihm immer wieder, junge Sängerinnen und Sänger für sein vielfältiges Repertoire zu begeistern. Dank professioneller Leitung, ergänzt durch regelmäßige Stimmbildungsarbeit, musiziert der Chor auf einem beachtlichen Niveau.

Zum Repertoire gehören die h-moll-Messe und die großen Passionen von Johann Sebastian Bach, die Oratorien von Georg Friedrich Händel ("Messias", "Das Alexanderfest", "Belsazar", "Jephta") und die großen Chorwerke von Wolfgang Amadeus Mozart (Requiem, Vesperae solennes de confessore und c-moll-Messe); außerdem Werke von Joseph Haydn ("Die Schöpfung"), Ludwig van Beethoven (C-Dur-Messe), Felix Mendelssohn-Bartholdy ("Lobgesang", "Wie der Hirsch schreit"), Johannes Brahms ("Ein Deutsches Requiem") und Verdi ("Messa da requiem").

Beim Kirchenmusikfestival 2002 in der Domstadt hat der Chor das Werk "Morgenlob" des Kölner Komponisten Heinz Martin Lonquich uraufgeführt. Ende des Jahres 2003 führte er das Weihnachtsoratorium (Kantaten I, II, V und VI) von Johann Sebastian Bach mit historischen Instrumenten in Köln, Maria Laach und im Kloster Steinfeld auf.

Im März 2004 wirkte der Rheinische Kammerchor Köln beim Jubiläumskonzert "350 Jahre Orchester in Koblenz" mit, einer Aufführung der Gurre-Lieder von Arnold Schoenberg in der Koblenzer Sporthalle Oberwerth mit über 600 Mitwirkenden. Weitere Highlights dieses an Höhepunkten reichen Jahres waren eine Aufführung von Beethovens 9. Symphonie mit den Wolgograder Symphonikern in der Kölner Philharmonie, eine Operngala mit Werken von Wagner und Verdi an gleicher Stelle und schließlich im Dezember zwei Aufführungen des Mendelssohn-Oratoriums Elias in Köln und Bonn.

Im Jahr 2005 folgten drei Konzerte mit "Motetten großer Meister" in der Kölner Basilika St. Maria im Kapitol, in der Herderkirche in Weimar und in St. Andreas, Köln. Im Herbst wurde Mozarts c-moll-Messe aufgeführt, und gemeinsam mit dem Royal Philharmonic Orchestra London unter Anthony Inglis bestritten RKK und KölnChor in der Köln-Arena und in der Festhalle Frankfurt zwei Konzerte der europaweit erfolgreichen Tournee "Raymond Gubbay's Classical Spectacular" vor 20.000 begeisterten Zuhörern.

Im Januar 2006 konzertierten beide Chöre erneut in der ausverkauften Kölner Philharmonie mit der "Messa da requiem" von Giuseppe Verdi. Im Mai 2006 führte der RKK die selten zu hörende Mozartfassung von Händels "Alexander-Fest" in Köln und in Halle an der Saale auf. Im Herbst wirkte der RKK erneut beim "Classical Spectacular" in der KölnArena mit und sang am 23.12.2006 festliche Weihnachtslieder live in der "Nachtmusik" (WDR3).


Applaus der ausverkauften Kölner Philharmonie beim Carmina burana - Konzert im Januar 2007.
Foto: Clemens Niesen

Das Jahr 2007 begannen RKK und KölnChor gemeinsam mit einer ausverkauften, begeisternden Aufführung von Elgars "Coronation Ode" und Orffs "Carmina burana" in der Kölner Philharmonie. Im Mai folgte dort dann eine "Romantische Chornacht" mit 8 Kölner Chören und am 1. November 2007 im Altenberger Dom Bachs h-moll-Messe.

Im Jahr 2008 konzertierte der RKK in der Kölner Philharmonie mit Mendelssohn-Bartholdys Oratorium "Elias". Allerseelen 2008 erklang ebendort — eingedenk des sich zum 90. Mal jährenden Endes des Ersten Weltkriegs — als Deutsche Erstaufführung „The Spirit of England“ von Sir Edward Elgar, kombiniert mit Johannes Brahms’ „Ein deutsches Requiem“. Am 21. Dezember 2008 war der RKK beim „Festlichen Weihnachtssingen“ in der Kölner Philharmonie zu hören.

Am 20. Juni 2009 waren „Festliche Chor- und Orchestermusiken im Lauf des Kirchenjahres“ das Thema des 3. Konzerts der Reihe „Kölner Chorstimmen“ in der Herz-Jesu-Kirche, Köln. Im September reiste der Rheinische Kammerchor Köln nach Paris und gastierte am 13. 9. 2009 in der Eglise St. Sulpice, wo er im Rahmen einer Messfeier u. a. "In manus tuas" des dort wirkenden Organisten und Komponisten Daniel Roth aufführte.

Am 23. Januar 2010 folgte die nächste „Operngala“ mit Auszügen aus Opern von Wagner und Mascagni in der Kölner Philharmonie und am 27./28. 3. 2010 die Johannespassion von J. S. Bach (in der Trinitatiskirche in Köln und im Kloster Steinfeld).

Generalprobe zur Johannespassion in der Basilika Kloster Steinfeld (Konzert am 28.3.2010). Foto: KJM

Am Vorabend des Totensonntag 2010 erklang in der Basilika St. Aposteln in Köln das Requiem von Maurice Duruflé (in der Orgel-Fassung) und Rudolf Mauersbergers a-capella-Klage „Wie liegt die Stadt so wüst“, in der Mauersberger das Bombardement Dresdens 1945 mit Worten aus den Klageliedern des Jeremias verarbeitet.

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Konzert im Juli 2011 im Gürzenich Köln. Klicken Sie aufs Bild (Foto: Christoph Seelbach), um weitere Fotos zu sehen.

Am 16. Juli 2011 führte der RKK die „Liebeslieder-Walzer“ von J. Brahms und „6 Choral Songs From the Bavarian Highlands“ von E. Elgar im historischen Treppenhaus des Kölner Gürzenichs auf. Im Oktober folgte eine Aufführung von Mendelssohns „Paulus“ in der Kölner Trinitatiskirche.

Sein 50-jährigen Bestehen feierte der RKK mit einer Chorfahrt nach Berlin, deren Höhepunkt eine begeisternde Aufführung des „Paulus“ am 19. Mai 2012 im Konzerthaus Berlin bildete.

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Einsingen im Ludwig-van-Beethoven-Saal des Konzerthauses. Foto: Kurt J. Meyer
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Schlussapplaus im Konzerthaus Berlin. Foto: Clemens Niesen

In der Kölner Trinitatiskirche konzertierte der RKK im November 2012 mit Bachs Weihnachtsoratorium.

Im Sommer 2013 folgte eine Konzertreise nach Luxemburg mit einem Konzert in St. Martin, Dudelange (Fauré Requiem).

Der Januar 2014 bescherte dem RKK sein bislang erfolgreichstes eigenes Konzert in der Kölner Philharmonie: Händels Oratorium "Messias" in der Fassung von W. A. Mozart. Im Oktober 2014 führte eine Konzertreise in die Schweiz, wo der RKK gemeinsam mit dem Berner Kammerchor „Ein Deutsches Requiem“ von Johannes Brahms im Berner Münster aufführte. Eine Woche später wiederholten die Chöre dieses Konzert in Deutschland im Altenberger Dom.

Gemeinsam mit dem KölnChor begann der RKK das Jahr 2015 mit Johann Sebastian Bachs „Matthäuspassion“ in der Kölner Philharmonie. Im September folgte im Rahmen der „Kölner Musiknacht“ ein Gemeinschaftsauftritt mit anderen Chören des Netzwerks Kölner Chöre, die einstündige Live-Sendung des WDR „First Night of the Choral Season“. Im Oktober erklangen „Festliche Bach-Kantaten“ in der Kölner Trinitatiskirche.

Das Jahr 2016 begann mit einer vielgelobten Aufführung des „Stabat Mater“ von Antonín Dvořák in der Kölner Philharmonie. Der nächste Höhepunkt des Jahres wird im Juni ein Konzert in der Kölner Flora sein: Haydns Oratorium „Die Schöpfung“.